Digitale Ära der Organspende hat begonnen
In der Türkei wurde mit einer neuen Regelung zu Transplantationsprozessen ein digitales Erklärungssystem eingeführt.
In der Türkei wurde im Rahmen einer neuen Regelung zu Organtransplantationsprozessen ein digitales Erklärungssystem eingeführt. Gemäß der am 26. September 2025 in Kraft getretenen Regelung können Bürger über e-Devlet und e-Nabız Organspender werden.
Mit dem neuen System sollen Organspenden schneller und zugänglicher werden, während gleichzeitig die Prozesse für Patienten, die landesweit auf eine Transplantation warten, verkürzt werden.
Prof. Dr. Burak Işık vom Organtransplantationszentrum des Güven-Krankenhauses betonte die lebenswichtige Bedeutung der Organspende und erklärte, dass sie für einige Krankheiten die einzige Behandlungsmöglichkeit sei. Er fügte hinzu, dass dank des digitalen Systems der Wille der Spender sicherer und transparenter erfasst werde.
Es wurde berichtet, dass über e-Devlet abgegebene Spendererklärungen vorrangig berücksichtigt werden. Experten betonen, dass diese Anwendung insbesondere zur Steigerung von Organspenden von Verstorbenen beitragen könnte.
Laut Angaben des Gesundheitsministeriums warten in der Türkei mehr als 33.000 Patienten auf eine Organtransplantation. Während die Türkei bei Transplantationen von Lebendspendern hervorsticht, wird betont, dass die Zahl der postmortalen Spenden erhöht werden muss.
Bürger können über den Dienst „Organ- und Gewebespende“ im e-Devlet-System Spender werden. Zudem kann eine Spendererklärung auch über e-Nabız erstellt werden.
Mit der neuen Anwendung wird angestrebt, die Prozesse systematischer zu gestalten und die Zahl der Spender zu erhöhen.
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency