Costa: Die EU fordert Iran auf, die vollständige Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus zu ermöglichen
Brüssel, 6. April (Hibya) - Der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, betonte in einer Erklärung in der fünften Woche des Konflikts im Nahen Osten, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur inakzeptabel seien, und rief die Parteien zu einer diplomatischen Lösung und zur Wahrung der Schifffahrtsfreiheit auf.
Der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, bewertete nach seinem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian die humanitäre Lage und die strategischen Risiken in der Region.
Mit Blick auf die Auswirkungen des Konflikts auf die Zivilbevölkerung und die Angriffe auf die Infrastruktur sagte Costa: „Nach fünf Wochen Krieg im Nahen Osten ist klar, dass die grundlegenden Ursachen nur durch eine diplomatische Lösung beseitigt werden können. Das gezielte Angreifen ziviler Infrastruktur, insbesondere von Energieanlagen, ist illegal und inakzeptabel. Dies gilt auch für Russlands Krieg in der Ukraine und gilt überall.“
Costa betonte, dass die iranische Zivilbevölkerung geschützt werden müsse, und sagte: „Die Hauptopfer des iranischen Regimes sind die iranischen Zivilisten. Auch die Hauptopfer einer Ausweitung militärischer Operationen werden iranische Zivilisten sein.“
Antonio Costa erläuterte die Erwartungen der Europäischen Union und den Weg zur Lösung mit folgenden Worten:
„Die Europäische Union fordert Iran auf, seine Angriffe auf Länder in der Region unverzüglich einzustellen und die vollständige Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus zu ermöglichen. Eine Eskalation wird weder einen Waffenstillstand noch Frieden bringen. Dies kann nur durch Verhandlungen erreicht werden, nämlich durch fortlaufende Bemühungen unter Führung regionaler Partner.“
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency