Sacharowa: Russland hat den türkischen Vorschlag für ein Moratorium im Schwarzen Meer offiziell nicht erhalten
Moskau, 14. August (Hibya) - Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte sich zu dem Vorschlag des türkischen Außenministers Hakan Fidan, ein Moratorium für militärische Aktivitäten zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer einzuführen. Sacharowa erklärte, der Vorschlag sei Russland nicht über offizielle Kanäle zugegangen.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, äußerte sich zu dem Vorschlag des türkischen Außenministers Hakan Fidan, ein Moratorium für militärische Aktivitäten zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer einzuführen.
Sacharowa erklärte, die Friedensinitiativen der Türkei würden von Russland „aufmerksam geprüft“, und bezeichnete die Türkei als einen der wichtigen regionalen Akteure im Schwarzen Meer.
Sacharowa erinnerte daran, dass der türkische Außenminister Hakan Fidan erklärt hatte, die Türkei habe der russischen und ukrainischen Seite Vorschläge für ein Moratorium für militärische Aktivitäten im Schwarzen Meer übermittelt, und sagte: „Die russische Seite hat über offizielle Kanäle keinen offiziellen türkischen Vorschlag erhalten, in dem die konkreten Bedingungen dieser Initiative dargelegt werden.“
Sacharowa erklärte, sollte der Vorschlag eine einseitige Regelung ähnlich der Schwarzmeer-Initiative von 2022-2023 vorsehen, halte Russland eine Rückkehr zu diesem Format nicht für angemessen.
Sacharowa behauptete, die betreffende Vereinbarung sei von gegenseitigen Maßnahmen abhängig gewesen, die nicht umgesetzt worden seien, und erklärte, das Abkommen sei im Gegenzug für die Gewährleistung des Zugangs russischer Agrarprodukte zu den Weltmärkten akzeptiert worden.
Sacharowa behauptete, der Westen sei dem Abkommen „nicht in gutem Glauben begegnet“. Sie erklärte, der bereitgestellte humanitäre Korridor sei für Angriffe auf russische zivile und militärische Einrichtungen genutzt worden, während russische Agrarprodukte weiterhin Sanktionen unterlegen hätten.
Sacharowa behauptete, ukrainische unbemannte Luftfahrzeuge im Schwarzen Meer hätten Angriffe auf zivile Schiffe der Küstenstaaten durchgeführt, und erklärte, Russland betrachte diese Angriffe als Teil einer Politik zur Destabilisierung der zivilen Schifffahrt im Schwarzen Meer.
Sacharowa erklärte, eine nachhaltige und langfristige Lösung der Ukraine-Krise sei nur durch die „Beseitigung der grundlegenden Ursachen der Krise“ möglich. Die russische Sprecherin behauptete, dazu gehöre in erster Linie die Beendigung der durch die Osterweiterung der NATO entstandenen Sicherheitsbedrohungen sowie der Versuche, Kiew in das Bündnis aufzunehmen.
Sacharowa erklärte außerdem, die Rechte der russischen und russischsprachigen Bevölkerung in den von den Kiewer Behörden kontrollierten Gebieten müssten wiederhergestellt und garantiert werden.
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency