Deniz polisinden Adalar çevresinde 'deniz taksi' denetimi

Nach Angaben von CCTV warnte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), dass sich die humanitäre Krise in Afghanistan verschärft und mehr als 14 Millionen Menschen – fast ein Drittel der Bevölkerung – von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen sind.

Die Organisation rief zu dringender zusätzlicher Finanzierung auf, um die sich verschärfende Mangelernährungskrise, insbesondere unter Kindern, einzudämmen.

Der WFP-Landesdirektor für Afghanistan, John Aylieff, erklärte, dass die akute Unterernährung bei Kindern in 12 der 34 Provinzen des Landes den höchsten jemals registrierten Stand erreicht habe. Rund 80 Prozent der schwersten Fälle beträfen Kinder unter zwei Jahren.

Aylieff betonte, dass die Krise nicht nur auf Dürre und wirtschaftliche Schwierigkeiten zurückzuführen sei. Auch die regionalen Entwicklungen der vergangenen Jahre hätten die Lage verschärft. Steigende Arbeitslosigkeit, höhere Lebensmittelpreise und die zwangsweise Rückführung von Millionen Afghanen aus den Nachbarländern hätten den Druck auf das Land erhöht.

Aylieff sagte: „In den vergangenen drei Jahren wurden rund sechs Millionen Afghanen zwangsweise aus den Nachbarländern abgeschoben. Es gibt nicht genügend Arbeitsplätze für diese Menschen. Handelsstörungen infolge der Krisen in Pakistan und im Nahen Osten haben die Preise für Grundnahrungsmittel um 20 bis 30 Prozent steigen lassen. Arme Familien können sich Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten. Heute leiden rund 14 Millionen Afghanen unter akutem Hunger. Aufgrund von Finanzierungskürzungen konnte das WFP nur einer von neun bedürftigen Personen helfen.“

Aylieff betonte, dass diese humanitäre Tragödie vermeidbar sei: „Konflikte, Handelsunterbrechungen und Zwangsrückführungen haben in Afghanistan zu einem beispiellosen Ausmaß akuter Mangelernährung geführt.

Aufgrund von Kürzungen der Hilfsbudgets erhalten Millionen mangelernährter Kinder in der kritischsten Phase ihres Lebens keine Unterstützung. Heute sterben in Afghanistan zahlreiche Kinder an akuter Mangelernährung – und diese Todesfälle wären vollständig vermeidbar.“

Das WFP bietet gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) im ganzen Land Behandlungen für mangelernährte Kinder unter fünf Jahren sowie für schwangere und stillende Frauen an.

Aufgrund einer erheblichen Finanzierungslücke musste die Organisation ihre Nahrungsmittelhilfe jedoch auf die dringendsten Fälle beschränken. Zudem wurde berichtet, dass die Verteilung spezieller nährstoffreicher Lebensmittel zur Vorbeugung von Mangelernährung und Wachstumsstörungen im Mai 2025 vollständig eingestellt wurde.

Aylieff warnte, dass der bevorstehende Winter zu einer neuen humanitären Katastrophe werden könnte. Das WFP benötige rund 500 Millionen US-Dollar zusätzlich, um den dringenden Nahrungsmittelbedarf in Afghanistan bis zum Jahresende decken zu können.

Er fügte hinzu: „Die Gesamtkosten unserer Ernährungs- und Ernährungssicherungsprogramme belaufen sich in diesem Jahr auf rund 900 Millionen US-Dollar. Wegen fehlender Mittel konnten wir den Bedarf in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht decken. Für die kommenden sechs Monate – insbesondere mit Blick auf den nahenden Winter – benötigen wir dringend 500 Millionen US-Dollar, um auf die akute Ernährungskrise in Afghanistan reagieren zu können.“

Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency

 

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