UNICEF: Einschränkungen für Frauen in Afghanistan könnten zum Verlust tausender Arbeitsplätze führen
New York, 2. Mai (Hibya) - UNICEF erklärte, dass bei anhaltenden Einschränkungen der Bildung von Mädchen und der Beschäftigung von Frauen in Afghanistan bis 2030 mehr als 25.000 Lehrerinnen und Beschäftigte im Gesundheitswesen verloren gehen könnten.
UNICEF teilte in einer Analyse mit, dass Einschränkungen der Bildung von Mädchen und der Teilnahme von Frauen am Arbeitsmarkt in Afghanistan bis 2030 zum Verlust von etwa 20.000 Lehrerinnen und 5.400 Gesundheitskräften führen könnten.
In der Studie mit dem Titel „Die Kosten der Untätigkeit bei der Bildung von Mädchen und der Erwerbsbeteiligung von Frauen“ wurde festgestellt, dass der Anteil von Frauen im öffentlichen Dienst zwischen 2023 und 2025 von 21 Prozent auf 17,7 Prozent gesunken ist.
Der Bericht stellte fest, dass der Rückgang der Zahl weiblicher Beschäftigter in den Bereichen Bildung und Gesundheit die Bildung, Gesundheit und zukünftigen Chancen von Kindern negativ beeinflussen könnte. Zudem wurde angegeben, dass die Einschränkungen der Volkswirtschaft jährlich etwa 84 Millionen Dollar kosten und dieser Verlust im Laufe der Zeit zunehmen könnte.
In der Erklärung wurde betont, dass Frauen insbesondere in Bereichen wie Bildung und Gesundheitsversorgung eine entscheidende Rolle spielen und dass Rückgänge in diesen Bereichen die Einschulungsrate von Mädchen sowie Gesundheitsdienste für Frauen und Kinder direkt beeinflussen könnten.
Catherine Russell erklärte, dass Afghanistan es sich nicht leisten könne, weibliche Arbeitskräfte in Berufen wie Lehre, Pflege, Medizin und Sozialarbeit zu verlieren, und forderte die Aufhebung des Verbots für den Zugang von Mädchen zur Sekundarbildung.
Dem Bericht zufolge wurden seit der Einschränkung des Zugangs zur Sekundarbildung im Jahr 2021 mehr als eine Million Mädchen ihres Rechts auf Bildung beraubt, und diese Zahl könnte bis 2030 zwei Millionen überschreiten, wenn die Einschränkungen bestehen bleiben.
Zudem wurde berichtet, dass die Zahl der Lehrerinnen in der Grundbildung von etwa 73.000 im Jahr 2022 auf 66.000 im Jahr 2024 zurückgegangen ist.
UNICEF erklärte, dass es trotz der bestehenden Einschränkungen weiterhin Bildungsaktivitäten im Land unterstützt und im Jahr 2025 mehr als 3,7 Millionen Kinder erreicht hat, wobei Hunderttausende von alternativen Bildungsprogrammen profitierten.
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency