Tsahkna: Der Druck auf Russland muss verstärkt werden
Tallinn, 17. August (Hibya) - Der estnische Außenminister Margus Tsahkna wies auf die zivilen Opfer in der Ukraine im Juli hin und forderte eine Verstärkung des internationalen Drucks auf Russland sowie die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen.
Der estnische Außenminister Margus Tsahkna äußerte sich zu den zivilen Opfern, die durch Russlands Angriffe in der Ukraine verursacht wurden, und betonte, dass die internationale Gemeinschaft Mechanismen zur Rechenschaftspflicht in Gang setzen müsse.
Mit Blick auf die zivilen Opfer im Juli und die verheerende Bilanz erklärte Minister Tsahkna: „Russland tötete im Juli 437 ukrainische Zivilisten und verletzte 2.610 Menschen; es war einer der tödlichsten Monate seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion, wobei Kinder einen erschütternden Anteil dieser Opfer ausmachten.“
Tsahkna verwies auf die humanitäre Tragödie und die Forderung nach Gerechtigkeit und sagte: „Hinter diesen Zahlen stehen zerrissene Familien, gestohlene Zukunftsperspektiven und gewaltsam beendete Leben. Jeder Mensch, der von Russland getötet, verstümmelt oder traumatisiert wurde, verdient kompromisslos Gerechtigkeit.“
Tsahkna betonte die Bedeutung internationaler Untersuchungsmechanismen und erklärte: „Diese Angriffe auf Zivilisten müssen glaubwürdige internationale Untersuchungen, unabhängige Überwachung und strafrechtliche Verfolgung durch Mechanismen der Rechenschaftspflicht auslösen. Der Druck auf Russland muss so lange verstärkt werden, bis Rechenschaft unvermeidlich wird.“
Tsahkna schloss seinen Appell an die internationale Gemeinschaft mit den Worten: „Gleichgültigkeit ist Mittäterschaft.“
Deutsche Nachrichtenagentur Austrian News Agency